Regeln
Beim Rommé im privaten Kreis werden meistens nach den privaten Regeln gespielt. Bei unserem online Rommé wird nach Anlehnung des DSKV (Deutscher Skatverband e.V.) und einigen von uns angepassten Regeln für das online Rommé gespielt. Wenn ein solches Angebot gemacht wird, muss immer ein Regelwerk vorhanden sein, dass Ihr Euch unten anschauen könnt. Gut Blatt und viel Spaß auf unserer Rommee.de Internetseite.
Allgemeines
Begriff des Romméspiels
Bei uns wird Rommé mit Auslegen (oder auch „Deutsches Rommé“) gespielt. Das Spiel besteht aus 2 „Paketen“ französischer Karten und jeweils 3 Jokern. Es unterstützt 2 bis 4 Spieler.
Die Herkunft von Rommé ist umstritten. Es ist aber wahrscheinlich, dass es sich aus dem mexikanischen Conquian entwickelt hat.
Karten im Romméspiel
Rommé wird mit 110 Karten gespielt. Es besteht aus 2 „Paketen“ oder „Decks“ französischer Spielkarten und 6 Jokern. Die Wertigkeiten der normalen Spielkarten sind 2-10, Bube, Dame, König, Ass jeweils in Pik, Herz, Karo und Pik.
Die Kartenwerte setzen sich wie folgt zusammen:- Die Bildkarten König, Dame und Bube zählen je zehn Punkte
- die Zählkarten Zwei bis Zehn zählen nach ihren Augen
- Das Ass zählt im Satz bzw. in einer Folge nach dem König sowie bei der Endabrechnung elf Punkte, bei der Erstmeldung in der Folge A-2-3 jedoch nur einen Punkt Ein Joker zählt bei der Erstmeldung so viele Punkte wie die Karte, die er ersetzt; bei der Schlussabrechnung zählt ein Joker zwanzig Punkte
Spielgrundlagen
Gültige Figuren
Gültige Figuren beim Rommé bestehen immer mindestens aus drei Karten. Unterschieden wird hierbei zwischen „Sätzen“ und „Folgen“
Sätze (Gruppen) bestehen aus drei oder vier gleichrangigen Karten in verschiedenen Farben, wie etwa ♥K-♦K-♣K oder ♠3-♥3-♦3-♣3,
Folgen (Reihen, Sequenzen) bestehen aus drei oder mehr aufeinanderfolgenden Karten der gleichen Farbe; wie zum Beispiel ♥A-♥2-♥3, ♦8-♦9-♦10-♦B oder ♣D-♣K-♣A, nicht aber ♠K-♠A-♠2.
Joker
Joker, die sich in einem unvollständigen Satz (z.B. ♠2-♥2-J) befinden, dürfen nur dann ausgetauscht werden, wenn dieser Satz mit diesem Zug vervollständigt wird (z.B. ♠2-♥2-♦2-♣2)
Es ist nicht gestattet, eine Figur mit nur einer natürlichen Karte und zwei Jokern auszulegen; in einer Folge, es dürfen jedoch keine zwei Joker unmittelbar aufeinander folgen (z.B. ♠3–J–J–♠6)
Züge
Jeder Zug beginnt damit, dass der Spieler, der an der Reihe ist, die oberste Karte entweder vom Ablagestapel (die immer aufgedeckt abgelegt werden), oder vom „Stoß“ (oder „Talon“) nimmt. Dann versucht der Spieler, Meldungen zu machen. Am Ende wird eine Karte von der Hand auf den Ablagestapel gelegt. Diese Karte ist für alle sichtbar mit dem Bild nach oben.
Erstmeldung
Die erste Meldung (also das Ausspielen einer Karte), unterliegt der Anforderung, dass die auszuspielenden Karten einen Wert von mindestens 40 Punkten haben. Darüber hinaus, darf erst nach Erreichen dieser Schwelle, an die Figuren der anderen Spieler angelegt oder Joker getauscht werden. Nach der Erstmeldung unterliegt der Spieler nicht mehr dieser 40-Punkte-Regelung und kann bei jedem seiner Züge eine beliebige, gültige Anzahl Karten ausspielen.
Anlegen an bereits ausgelegte Figuren
Nach der Erstmeldung, darf der Spieler, der am Zug ist, jederzeit Karten an zu ihnen passenden Figuren anlegen. Dabei ist es nicht von Relevanz, ob die betreffenden Figuren von ihm selbst oder einem Mitspieler gemeldet wurden.
Beispiel: Auf dem Tisch liegt ♥8–♥9–♥10. Hält ein Spieler ♥ 7 und ♥ B in der Hand, so darf er diese beiden Karten an die ausgelegte Folge anlegen.
Einmal gemeldete Karten dürfen nicht mehr in die Hand zurückgenommen bzw. abgelegt werden.
Joker austauschen
Der Spieler, der am Zug ist, kann einen Joker durch die passende Karte, so er sie auf der Hand hat, austauschen. Bei einer Gruppe ist es zwingend erforderlich, dass diese Gruppe dadurch komplett wird.
Beispiel: Es liegen ♠6–♥6–J aus. Hat der Spieler sowohl die ♣6 als auch die ♦6 auf der Hand, kann er die Gruppe vervollständigen und den Joker anderweitig verwenden
Der Joker muss noch im selben Zug wieder ausgespielt werden. Das Austauschen eines Jokers ist erst nach Auslage der Erstmeldung erlaubt.
Spielende
Der Spieler, der zuerst alle seine Karten auslegen kann und seine letzte Karte – zum Zeichen des Spielendes – verdeckt auf den Abwurfstoß ablegt, gewinnt das Spiel. Alle übrigen Spieler erhalten so viele Schlechtpunkte wie sie noch an Augen in der Hand halten(siehe 1.1.2).
Hand-Rommé
Kann ein Spieler alle Karten, die er auf der Hand hat ausspielen, ohne dass er zuvor eine Erstmeldung gemacht hat, spricht man von einem Hand-Rommé. Wird „Hand“ gespielt, werden die Schlechtpunkte der übrigen Spieler verdoppelt.
Besonderheiten des Onlinespiels
Der Spieler, der am Zug ist, wird durch eine Stoppuhr neben seiner Hand symbolisiert. Sollte er zum Ablauf der Stoppuhr seinen Zug nicht durch Abwerfen einer Karte beendet haben, setzt er das laufende Spiel aus. Handelt es sich dabei um ein Spiel, in dem nur 2 aktive Spieler sind (weil es für 2 Spieler erstellt wurde, oder schon vorher jemand ausgeschieden ist), gewinnt automatisch der verbleibende Spieler.
Verbotene Karten bei Zugende
Fairness steht an erster Stelle. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Ablage bestimmter Karten bei Zugende nicht erlaubt, um dem nachfolgenden Spieler keinen unlauteren Vorteil zu verschaffen. Für die Ablage der letzten Karte gelten folgende Regelungen:
Hat der nachfolgende Spieler nur noch eine Karte auf der Hand und kann die abgelegte Karte (auch Joker) sofort in der Mitte an eine bestehende Reihe bzw. Gruppe angelegt werden, ist der Spielzug nicht erlaubt.
Joker als Ablagekarte ist nur dann erlaubt, wenn man selbst noch nicht ausgelegt hat und Punkt 1 nicht zutrifft. Das Ablegen eines Jokers kann dazu dienen, Schadensbegrenzung zu betreiben, um noch möglichst viel Punkte loszuwerden.
„Tisch fordert sein Recht“
Sobald eine Karte auf dem Tisch liegt, darf sie nicht mehr
zurückgenommen werden. Man spricht in diesem Fall von der Regel
Der Tisch fordert sein Recht.
Es gelten dabei jedoch folgende
Ausnahmen:
Es bedarf weiterer auszulegende Karten in einer Gruppe oder Reihe, damit diese Karte auf dem Tisch liegen bleiben darf. Eine Gruppe oder Reihe ist erst dann gültig, wenn sie aus mindestens 3 Karten besteht.
Der Spieler hat noch keine 40 Augen ausgelegt.
Die letzte Karte war ein Joker in einer Farbreihe. Der Joker darf zwar nicht mehr zurückgenommen werden, aber auf die andere Seite geschoben werden. Da die Positionierung eines Jokers sehr sensibel von der Mausposition zum Zeitpunkt des Ablegens abhängt, kann es passieren, dass der Joker nicht an der gewünschten Stelle zum Liegen kommt. Deshalb besteht diese Ausnahmeregelung. Sobald jedoch nach dem Joker eine weitere Karten ausgelegt wurde, besteht die Möglichkeit nicht mehr. Auch dann nicht, wenn der Joker weiterhin ganz außen an einer Gruppe liegt.
Ein Joker wurde versehentlich statt einer echten Karte gelegt. Durch legen der richtigen Karte an die Position kann der Joker wieder zurückgenommen werden. Er muss nun aber in dem selben Zug noch ausgelegt werden und darf nicht auf der Hand verbleiben.
Maßnahmen bei Zeitüberschreitung
Zeitüberschreitung während des laufenden Spiels
Ein Spielzug muss innerhalb der vorgegebenen Zeit von 90 Sekunden vollständig zu Ende gebracht werden. Zur Kontrolle läuft links unten eine Stoppuhr mit. Wird die Zeit knapp, werden optische und akustische Warnungen ausgegeben. Wird der aktuelle Spielzug nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit abgeschlossen, scheidet der Spieler für das aktuelle Spiel aus. Er wird jedoch nicht aus einer Runde ausgeschlossen, wenn sie aus mehreren Spielen besteht.
Bis zum Ende des aktuellen Spiels wird der betroffene Spieler in der Reihenfolge Übersprungen. Für die anderen Mitspieler wird der Platz entsprechend gekennzeichnet.
Sind zum Zeitpunkt der Zeitüberschreitung Karten ausgelegt worden, die eine unvollständige Gruppe oder Reihe bilden, werden sie zurückgenommen. Das Gleiche gilt, wenn mit den Karten noch keine 40 Punkte erreicht worden ist. Am Ende des Spiels werden die Punkte der Karten, die zum Zeitpunkt der Zeitüberschreitung auf der Hand waren, als Minuspunkte aufgeschrieben.
Bleibt zum Zeitpunkt des Abbruchs nur noch ein aktiver Spieler übrig, wird das Spiel sofort abgerechnet.
Zeitüberschreitung zwischen zwei Spielen
Ist ein Spiel abgeschlossen und folgen noch weitere Spiele in der Runde, müssen alle Spieler innerhalb der vorgegebenen Zeit von 90 Sekunden auf der Ergebnisseite ihre Spielbereitschaft signalisieren. Geschieht das nicht innerhalb dieser Zeit, so wird der Spieler für das folgende Spiel ausgeschlossen. Im Falle einer Zeitüberschreitung zwischen den Spielen geschieht folgendes:
Das folgende Spiel wird gestartet
Die Karten werden für alle Spieler, also auch dem Spieler, der die Zeitüberschreitung hatte, ausgeteilt
Der betroffene Spieler kann den Spielablauf verfolgen, jedoch selbst nicht aktiv am Spiel teilnehmen
Nach Abschluss des Spiels bekommt er die Möglichkeit, wieder am nächsten Spiel teilzunehmen
Sondersituationen
Nach Ablauf der Zeit bleibt nur noch ein spielbereiter Spieler übrig:
Die gesamte Runde wird jetzt abgerechnet, ohne dass noch Karten ausgeteilt werden.
Für alle Spieler die zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv sind, werden pro Spiel, dass jetzt noch aussteht, 240 Minuspunkte aufgeschrieben. Diese Zahl ergibt sich aus den Punkten einer kompletten Reihe von zwei bis Ass (95) plus ein Joker (25). Der Wert von 120 wird als Hand verdoppelt.
Verlassen des Spiels
Verlässt ein Spieler während einer laufenden Runde das Spiel, sei es absichtlich oder wegen eines technischen Problems, treten folgende Regelungen in Kraft:
Am Spielernamen erscheint für alle sichtbar das Schild „Spiel verlassen“.
Wenn der Spieler gerade am Zug ist:
Der Spielzug wird mit den bis dahin gültigen Auslagen beendet.
Evtl. ausgelegte Karten, die nicht allein liegen bleiben dürfen, werden wieder zurückgenommen.
Ausgetauschte Joker, die noch nicht wieder ausgelegt wurden, werden an die Austauschposition zurückgelegt.
Wenn die ursprünglich ausgenommene Karte noch auf der Hand ist, wird sie auf den Stapel gelegt. Ist sie gültig ausgelegt worden, wird eine zufällige Karte Abgelegt (Jedoch kein Joker)
Im weiteren Spielverlauf wird der Spieler übergangen, wenn er am Zug wäre. Sein Kartenfächer bleibt aber weiterhin sichtbar.
Folgen in dieser Runde weitere Spiele, bekommt der abwesende Spieler auch dann weiterhin Karten zugeteilt, wenn er nicht zurückgekehrt ist. Er wird während des Spiels übergangen. Am Ende eines jeden Spiels werden seine Punkte gezählt, als hätte er am Spiel teilgenommen.
Kommt der Spieler im Laufe der Runde in das Programm zurück, kann er sofort wieder in das Spiel einsteigen. Siehe dazu die nachfolgenden Erläuterungen.
Wiederaufnahme des Spiels
Kommt ein Spieler zurück, der zuvor aus dem Programm ausgestiegen ist, spielt er an der Stelle weiter, die sich inzwischen eingestellt hat. Wurde also in der Abwesenheitszeit ein Spiel beendet und bereits Karten für ein neues Spiel ausgeteilt, spielt er mit diesen Karten weiter. Unabhängig davon, wie weit das Spiel inzwischen fortgeschritten ist.
Dabei gilt aber: Wenn der Spieler vor dem Ausstieg bereits eine Zeitüberschreitung in seinem aktuellen Spielzug erreicht hat, und er steigt während dieses laufenden Spiels wieder ein, bleibt die Timeout-Sperre bis zum Ende des aktuellen Spiels erhalten (Siehe „Maßnahmen bei Zeitüberschreitung“). Hierdurch wird verhindert, dass ein Spieler, der eine Zeitüberschreitung erreicht hat, einfach kurz das Spiel verlässt und wiederkommt, um dann doch noch im laufenden Spiel mitspielen zu können




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